Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren
(Rainer Maria Rilke)
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Praxis für Systemisches Coaching Alexandra Thoms
Fridastr. 26
30161 Hannover
EMDR ist ein etabliertes Verfahren zur Verarbeitung belastender Erlebnisse. Bei uns lernst du es von der Grundausbildung über die Masterausbildung bis zum Vertiefungsseminar, angeleitet von einer Lehrtrainerin für Traumatherapie. Präsenz in Hannover und online.
Die Abkürzung EMDR bezeichnet die Desensibilisierung und Neuausrichtung durch Augenbewegungen. Seit Ende der 1980 Jahre wurde bereits im NLP durch die Begründer Richard Bandler, John Grinder und Robert Dilts die Stressregulation durch Augenbewegungen erforscht. Ziel ihres Konzepts war die Regulierung von Stresserinnerungen, die das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Menschen beeinträchtigen.
Dieses Konzept wurde im NLP (Neurolinguistisches Programmieren) auch als „Eye Movement Integrator" (EMI) bekannt.
Die amerikanische Psychotherapeutin Francine Shapiro (Mental Research in Palo Alto Kalifornien) entwickelte aus diesen Ansätzen im späteren Verlauf die EMDR-Methode, die dann gezielt bei Patienten mit
posttraumatischem Stress und Belastungsstörungen eingesetzt werden konnte.
Shapiro leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Behandlung dieser psychischen Störungsbilder. Zudem entwickelte sie einige für die Traumtherapie nicht mehr wegzudenkende Methoden für die psychische Stabilisierung und Heilung bei Traumata und Traumafolgestörungen.
1989 wurden erste Studien und andere Arbeiten zu den bemerkenswerten Ergebnissen im
„Journal of Traumatic Stress“ veröffentlicht. Außerdem wurden Kriegsveteranen des Vietnamkrieges, die an posttraumatischen Belastungsstörungen litten, mit dieser Methode behandelt, wobei hiermit erste Erfolge erzielt werden konnten.
In Deutschland wird EMDR etwa seit 1991 in der Therapie eingesetzt. Mitte der 1990er-Jahre bezeichnete der SPIEGEL die neu eingeführte EMDR-Methode als „Winke-Winke-Therapie“. Man war beeindruckt und zugleich besorgt über das revolutionäre Konzept aus den USA, psychische Beeinträchtigungen einfach mit der Hand wegwinken zu können. 2006 erkannte der wissenschaftliche Beirat für Psychotherapie die EMDR-Methode als wissenschaftlich begründetes Psychotherapieverfahren an.
EMDR eignet sich zur Behandlung von Traumafolgestörungen bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen. Die Wirksamkeit der Methode konnte durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien belegt werden. Die Untersuchungsergebnisse zeigen: Durch die Therapie einer einfachen posttraumatischen Belastungsstörung mit EMDR konnte bei rund 80 Prozent der Behandelten eine deutliche Entlastung nach wenigen Sitzungen erreicht werden.
Wesentlicher Bestandteil der Methode sind die gelenkten Augenbewegungen, auch bilaterale Stimulation genannt: Der Therapeut bewegt seine Hand in einer Wink-Bewegung abwechselnd von links nach rechts, wobei der Patient dieser Handbewegung mit seinen Augen folgt. Der Patient führt Augenbewegungen aus, die in etwa denen während des REM-Schlafs entsprechen. Hierbei handelt es sich um die wichtige Schlafphase, in der wir Menschen die Erlebnisse des Tages verarbeiten und im Gedächtnis integrieren.
Diese Phase der gezielten Augenbewegungen wird oft als der einzige Wirkfaktor der Methode gehalten und als dieser Baustein auch in anderen Konzepten integriert.
Hier ist die Wissenschaft heute noch strittig, ob es die Bewegung der Augen ist oder die Fokussierung des Klienten in einem sicheren Setting auf ein Belastungsthema, das so durch Bineurale Achtsamkeit neu prozessieren und integriert werden kann.
Francine Shapiro hat diesen Wirkfaktor der Augenbewegungen in ein Acht-Stufen-Protokoll eingebettet, in dem das Herbeiführen der Augenbewegungen durch den Therapeuten nur einen von acht Schritten darstellt und somit die Verarbeitung in einen sicheren Stufenprozess eingebettet ist, um seine Wirkung zu entfalten.
Damit EMDR als Methode seine volle Wirkung entfalten kann, sollten in den Behandlungsprozess auch alle weiteren 7 Schritte eingebettet werden.
Der Acht-Schritte-Prozess bildet den ressourcenorientierten und stabilisierenden Rahmen und ist somit eine unverzichtbare Vorgehensweise bei der Behandlung von Trauma und Traumafolgestörungen mit EMDR. Traumatisierungen der unterschiedlichsten Gewichtungen werden nicht selten kompensiert und führen bei den betroffenen Personen sekundär zu Depressionen, Angsterkrankungen, Somatisierungsstörungen und Abhängigkeiten.
Die vorgenannten Störungen liefern zugleich auch einen Hinweis auf das große Indikationsspektrum der Behandlungen mit EMDR. Es werden neben der Bearbeitung von Trauma- und Folgestörungen unter anderem folgende Indikationen genannt: Anpassungsstörungen, Phobien, Zahnarztangst, depressive Störungen, Angststörungen, Phantomschmerzen, Schmerzstörungen allgemein, psychosomatische Störungen, Allergien, Zwangserkrankungen, Tinnitus und jede Form von belastenden pathogenen Erinnerungen.
In den Händen eines kompetenten und verantwortungsbewussten Therapeuten und Coaches kann EMDR einen großen Beitrag leisten, um die Selbstregulation zu unterstützen und die Fesseln des Leidens zu überwinden. EMDR hilft, durch Verarbeitung und Auflösung verschiedener Komponenten, wie belastende Bilder, Gefühle, Kognitionen und Körperempfindungen, einschränkende Erfahrungen in den autobiografischen Erinnerungsspeicher zu integrieren und diese eventuell nachträglich sogar zu einer sich positiv auswirkenden Wachstums- und Entwicklungsstufe zu wandeln. Anstelle der optischen Handbewegungen kann der Therapeut auch
akustische Signale (Töne) einsetzen oder mit Haptik arbeiten, indem er die Handrücken des Patienten berührt.
EMDR hat sich nicht nur als äußerst hilfreich für die Verarbeitung von traumatischen Ereignissen erwiesen, sondern konnte auch hinsichtlich seiner Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden. Somit lag es nahe, diese bewährte Methode auch außerhalb der klassischen Trauma-Therapie im Coaching für die Persönlichkeitsentwicklung und Stressbewältigung einzusetzen.
Dementsprechend wende auch ich EMDR bei verschiedenen Zielsetzungen / Problembewältigungen im Coaching an.
Hierzu zählen Felder wie:
Schon vor der Einführung des neurolinguistischen Programmierens (NLP) und des
EMDRs gab es therapeutische Methoden zur Stimulation, die mittels Augenbewegungen erreicht wurde. Allerdings wurden hierbei die Augenbewegungen nicht so schnell wie beim EMDR-Verfahren durchgeführt.
In der Kinesiologie zum Beispiel lässt man die Blicke des Patienten den Bewegungen einer liegenden Acht folgen.
Bekannt ist außerdem die Methode der Pendelbewegung bei der klassischen Hypnose, zum Beispiel mit einer Taschenuhr oder anderen Gegenständen, die an einem Faden befestigt sind. Auch beim traditionellen Yoga – ein seit Jahrhunderten praktiziertes Verfahren zur Körpertherapie – gibt es verschiedene Augenbewegungsübungen.
In asiatischen Tänzen haben neben den Tanzschritten die sich schnell hin und herbewegenden Augen einen besonderen Stellenwert. Dies hat womöglich neben den kulturellen Aspekten auch eine gesundheitsfördernde Bedeutung.
In diesen uralten Praktiken scheint die Bewältigung von Stress schon eine lange Tradition zu haben, auch wenn man sich dieser positiven mentalen Wirkung vielleicht nicht bewusst war.
Betrachtet man diese jahrhundertealten Methoden, scheint es nur eine logische Folgerung zu sein, die Augenbewegung gezielt für die moderne Therapie und das Coaching einzusetzen.
Die Erfolge sprechen für sich:
Die Wirksamkeit von EMDR ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.
Die Forschungsergebnisse zeigen heute: Nach der Behandlung einer einfachen posttraumatischen Belastungsstörung mit EMDR fühlen sich 80 Prozent der Patientinnen und Patienten deutlich entlastet – und das bereits nach wenigen Sitzungen. viele wissenschaftliche Studien belegen seit über 20 Jahren diesen Effekt und die Reise geht weiter.
Machen Sie auch jetzt Ihre EMDR-Therapie und Coaching Ausbildung im Institut für systemisch intergatives Neurocoaching bei der langjährigen Trainerin, Therapeutin und Coach Alexandra Thoms!
Zu den Inhalten der Ausbildung gehören:
Nach erfolgreicher Ausbildungsteilnahme wird ein berufsbezogenes Zertifikat (Therapeut oder Coach) ausgestellt. Diese Ausbildung kann sowohl als berufliche Weiterbildung als auch für die eigene Selbsterfahrung genutzt werden. In bereits vorhandenen Arbeits- und Berufsfeldern erschließen sich sehr viele Möglichkeiten EMDR einzusetzen. Die Effektivität des jeweiligen Leistungsangebotes im vorhandenen Arbeitsfeldern kann enorm verbessert werden.
EMDR ist für die folgenden Berufsgruppen ein dankbares Werkzeug:
Fridastr. 26
30161 Hannover
Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren
(Rainer Maria Rilke)
Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.
(L. Wittgenstein)
Jedermann erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.
(Max Frisch)
Wenn du tust, was du schon immer getan hast, wirst du bekommen, was du schon immer bekommen hast. Wenn du das, was du möchtest, nicht bekommst, dann tue etwas anderes.
Nur wer sein eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.
(Marlon Brando)
Die Menschen werden vergessen, was du gesagt hast, aber niemals, wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben.
(nach Maya Angelou)
Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, sollte man in einem neuen Schüler werden.
(Gerhart Hauptmann)
Kein Mensch ist austauschbar, jeder einzelne besteht aus unzähligen, einzigartigen Details.
(nach Julie Delpy)
Ohne Schlamm, kein Lotus.
(Thich Nhat Hanh)
Du bist mutiger, als du glaubst, stärker als du scheinst und klüger, als du denkst.
(Pu der Bär)
Um einiges klar zu sehen, genügt oft schon ein Wechsel der Blickrichtung.
Alles ist Erfolg, es erfolgt, ob du es willst oder nicht.
Elegant ist nicht, ins Auge zu fallen, sondern im Gedächtnis zu bleiben.
Eine Übung, die von Kopf bis Fuß erfrischt, ist das Anheben der Mundwinkel.
Vom amerikanischen Psychologen Alan Watts stammt der Aphorismus, das Leben sei ein Spiel, dessen Spielregel Nr. 1 lautet: Das ist kein Spiel, das ist todernst.
(Pau Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein)